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| Test in Nr.33 | |||||||||||||
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Zwischen vier Aktionen ist zu wählen: „Immobilienzocker“: Auswürfeln
eines der gewinnträchtigen, noch vorhandenen Grundstücke. Mit
etwas Glück darf man eigene Ansprüche als Alteigentümer
anmelden und erhält das Grundstück kostenfrei. Werden von anderen
Ansprüche angemeldet, wird ein Investitionsvorrangverfahren eingeleitet,
bei dem das höchste Gebot gewinnt. Bei den drei restlichen Aktionen
geht es um Nachverhandlungen mit der bewußten Anstalt, die von den
MitspielerInnen repräsentiert wird und mit einfacher Mehrheit über
die Anliegen entscheiden. „Arbeitslos“: Ein wichtiges Ziel der Betriebe
ist das nachträgliche Herunterfahren der Beschäftigungszusage,
um durch „Freisetzen“ vieler MitarbeiterInnen auf den freien Arbeitsmarkt
in die Gewinnzone zu gelangen. „Öko-Desaster“: Gewinnträchtig
erscheint auch, mit Gefälligkeitsgutachten und Pokerface einen hohen
Beitrag der Streuhand zu der Sanierung der ökologischen Altlasten
der erworbenen Grundstücke zu erhalten. Der Zuschuß kann durchaus
die wirklichen Kosten übersteigen. Und natürlich die „Skandale“:
Durch Drohungen und Behauptungen geldwerte Vorteile zu erlangen und selbst
beim Auffliegen der Aktion ohne Schaden weitermachen zu können. Bei
allen Nachverhandlungen versucht man die KollegInnen zu einem positiven
Abstimmungsverhalten zu überreden. Dies ist durch Angebote oder Drohungen
zu erreichen; es stehen aber auch eine ganze Reihe von Kungelkarten zur
Verfügung, die Einflußnahme durch höhere Instanzen bis
hin zum Bundeskanzleramt ins Spiel bringen und fast immer zum Erfolg führen.
Die Autoren wollen mit ihrem Werk die vielen Fehler des „Aufbau Ost“ darstellen
und karikieren - was ihnen sicherlich gelungen ist. So vergehen die ersten
Runden schnell und amüsant. Doch wer den spielerischen Erfolg nach
mehreren Stunden und einigen taktischen Überlegungen sucht, muß
die Unausgewogenheit des Spielsystems erleben. Die vorgesehenen Erpressungsmechanismen
sind so stark, das alles überlegte Geschick nicht ausreicht, um zu
einem kalkulierbaren Ende zu gelangen - was natürlich für die
Realitätsnähe spricht. So erscheint mir der Gebrauchswert als
politisches Lehr- und Anschauungsstück vollkommen erreicht, der spielerische
Aspekt dabei kann die Erwartungen der Massen von Spieltätigen nicht
erfüllen.